Eigentlich wollte ich heute meine erste Restaurant-Kritik (RK) veröffentlichen (Dank an Silbern Gelöffelt). Geplant war, das gestrige Mittagessen zum Anlaß zu nehmen, Coburger Gaststätten zu testen und anschließend sowohl kulinarisch, atmosphärisch, als auch historisch zu beleuchten und bewerten.
Nun gut, Platz genommen im Biergarten. Die Bedienung kam prompt. “Ein Helles bitte!” – “Radler? Oder Weizen?” – “Öhmmm, ein helles Bier bitte und eine kleine Apfelsaftschorle.” – “Kleine Getränke nur für Kinder im Biergarten.”
Spätestens nach dem zweiten Satz war zu befürchten, dass ich bei dieser Kritik den Namen der Gaststätte unterschlagen muss, wollte ich nicht mit einer Negativ-Bewertung und Ärger mit dem Betreiber anfangen. Das mit dem Getränk erinnert mich übrigens an den Satz “Auf der Terasse nur Kännchen !”
Ich hatte lange überlegt, ob ich den restlichen Besuch kommentiere soll, aber ich breche hier die Berichterstattung ab und werde demnächst einen neuen Anlauf nehmen und wieder berichten – von einer anderen Lokation …. Schade um die zugenommenen Kalorien ….
Ich ahne schon, welches Lokal das war…. Na, da wird wohl auch nur der “nicht verhinderbare” Umsatz mitgenommen. Traurig, dass es sowas in einer Stadt gibt, die immer mehr auf Tourismus setzt.
Berichterstattung muss auch negativ sein, wenn man in der “Servicewüste” gelandet ist. Wichtig ist, dass man wahrheitsgetreu berichtet. Ich denke, nur mit realistischen Berichten kann man a) Leute warnen, damit sie nicht in die Service-Falle tappen und b) erzieht man so den Gastwirt. Also nur Mut,
Gruß Peter
@DerSilberneLoeffel
). Aber ihr habt schon recht, nächstes Mal gibt es schonungslos die ganze Wahheit …
@Peter
Der Service kann ja für solche Vorgaben nichts, der war auch bemüht (oder wie heißt das in den Zeugnisses immer so schön?
Apropos, wie macht ihr das? Informiert ihr den Wirt/die Wirtin?
In der Regel wird der Wirt von RK benachrichtigt. Entweder über die E-Mail-Adresse oder per Telefax. Zudem haben wir uns auch eine Art Visitenkarten angefertigt, die den Gastwirt auf die Bewertung hinweisen.
Fair und objektiv ist natürlich Vorraussetzung, der Gastwirt hat auch die Möglichkeit über seinen für ihn selbstverständlich kostenfreien Zugang eine Bemerkung zu unseren Bewertungen abzugeben. Missstände werden auf jeden Fall angesprochen, Gutes wird gelobt. Wir wollen (und können!) natürlich niemanden vernichten, wir schreiben ja nur unsere Erlebnisse.