Wiedermal Rosenkrieg?
In einem heute veröffentlichten Leserbrief in den Coburger Tageszeitungen wirft der Coburger Unternehmer Michael Stoschek Coburgs Oberbürgermeister Norbert Kastner vor, dem Stadtrat wichtige Informationen vorenthalten und falsch informiert zu haben und fordert eine Entschuldigung Kastners beim Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion, Hans-Herbert Hartan (siehe NP Coburg >>> hier).
Hier die komplette Stellungnahme des Oberbürgermeisters:
Die Vorwürfe, die Herr Stoschek in seinem Leserbrief mir gegenüber erhebt, sind absolut haltlos und entbehren jeglicher Grundlage.
Wie Herr Friedrich als Geschäftsführer der WEKA in Februar 2008 ausführte, entstanden zu dieser Zeit in Coburg durch eine in Unternehmenskreisen absolut alltägliche Transaktion Gerüchte, die von einer Schließung der WEKA ausgingen. Der Hintergrund war laut Herrn Friedrich ein so genanntes „sale and lease back“-Geschäft, mit dem sich die WEKA-Unternehmensgruppe von ihrem Immobilienbesitz in Coburg trennte und die Flächen vom neuen Besitzer zurückmietete. Dieses Verfahren fände tausendfach statt und ließe keinerlei direkte Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Gesamtlage eines Unternehmens zu.
Wenn Herr Stoschek nun behauptet, dass mir bereits im Februar 2008 die Schließung der WEKA als eine „beschlossene Sache“ bekannt gewesen sein soll, ist dies schlicht die Unwahrheit. Ich wurde zu diesem Zeitpunkt durch die Geschäftsführung der WEKA informiert, dass entsprechend Gerüchte in Coburg kursieren, diese aber aus Sicht des Unternehmens völlig haltlos sind. Die zur Stadtratssitzung im Februar von der CSU eingereichte Anfrage zu diesem Thema leistete aus Unternehmer-Sicht diesem Gerücht unheilvollen Vorschub. Die Stellungnahme des Geschäftsführers vor dem Stadtrat spiegelte für mich die damals aktuelle Lage der Coburger Filiale wider. An eine bevorstehende Schließung war demnach zu Beginn des Jahres 2008 in keiner Weise gedacht.
Festzuhalten bleibt, dass ich zum Zeitpunkt Februar 2008 in keinster Weise von einer Schließung der WEKA-Filiale in Coburg informiert war, noch davon ausgehen konnte, dass sich die Situation dermaßen zuspitzt. Gleiches gilt für den Umzug des Unternehmens C&A.
Auch die im Leserbrief von Herrn Stoschek suggerierte Verödung der Innenstadt und ein Einzelhandelssterben in Coburg, kann ich nicht nachvollziehen. So bedauerlich ich die Schließung dieses Traditions-Kaufhauses auch finde, handelt es sich in Bezug auf die ehemaligen WEKA-Immobilie nur um einen vorübergehenden Leerstand, solange diese umgebaut wird. Durch die jetzt bekannt gewordenen Folgenutzung, die bereits zu Beginn des nächsten Jahres Wirklichkeit werden soll, kann davon ausgegangen werden, dass keinesfalls eine Verringerung der Attraktivität der Coburger Innenstadt stattfinden wird.
Auch wenn persönliche Angriffe dieser Art in der Zwischenzeit offensichtlich zur Tagesordnung gehören, stehe ich für konstruktive, zielgerichtete, am Wohl und der Weiterentwicklung Coburgs ausgerichtete und zukunftsorientierte Kritik jederzeit gerne zur Verfügung.
Wäre es nicht an der Zeit, endlich gemeinsam an einem Strang zum Wohle Coburgs zu ziehen?

Kannste knicken. Kindergarten in der hochdotierten Riege. Am Anfang war es mal lustig und nett zuzuschauen. Nun ist es nur noch peinlich.
Was ich nicht verstehe: warum ist denn MS nicht selbst angetreten? Die Schattenkriegerin konnte doch nur scheitern. Viel Geld und die ganzen Kampagnen haben im Endeffekt nichts gebracht. Und ein HHH lässt sich vor den Karren spannen bis zum Gehtnichtmehr.
Gemeinsam an einem Strang ziehen? Der Zug ist durch, dafür wurde zu viel schmutzige Wäsche gewaschen. Und ich wage mal die Prognose – da kommt noch mehr.
Die Antwort vom Geschäftsführer der WEKA heute hat wahre Größe gezeigt. Erst einmal dadurch, dass offen die Wahrheit wiederholt wurde. Und zweitesns indem die WEKA im Jahr 2008 zu den Vorgängen geschwiegen hat und sich nicht wie ein Berserker gegen die Gerüchte gewehrt hat.
Brisant wird der Brief des WEKA-GF dadurch, dass er sich auch offen von der CSU abwendet. Vielleicht sollte die CSU einmal in sich gehen und über den vom Wähler gegebenen Auftrag nachdenken.
Auch wenn ich nicht unbedingt ein Freund der SPD bin – hier muss ich mich auf deren Seite schlagen.
Das Schlimme ist, wenn Stoschek sich zu Wort meldet, dann ist da nichts Konstruktives dabei. [gekürzt durch den Admin] Der Bericht im heutigen Tageblatt zeigt doch auch, dass man erst einmal vor der eigenen Haustür kehren sollte. Mir tut dieser Mensch langsam nur noch Leid. [gekürzt durch den Admin].
Letztlich sollte die CSU einmal nachdenken, ob sie sich vor den Stoschek-Karren spannen lässt. Ich glaube, das ist nicht zum Vorteil der CSU und auch nicht zum Vorteil Coburgs. Aber, das Trauerspiel geht weiter.