Denksport

In den narrischen Zeiten ist es immer von Vorteil, sein Gehirn etwas zu trainieren. Deswegen habe ich für den valentinischen Sonntag heute keine geschichtlichen Facts, sondern “nur” eine Denksportaufgabe.

Wenn

2 + 3 = 10 und

7 + 2 = 63

6 + 5 = 66

8 + 4 = 96 ist,

was ist dann

9 + 7 = ????

Zu gewinnen gibt es (leider) nichts, da fehlen mir die Sponsoren (vielleicht ändert sich das ja – *Zaunpfahlwink*). Ich wünsche Euch trotzdem viel Spaß beim Nachdenken.

UPDATE:

Die Auflösung kann in den Kommentaren nachgelesen werden….

Vorlesenachmittag

Am 26.02.2010 findet von 15:30 bis 16:30 in der Kinderabteilung der Stadtbücherei Coburg wieder der “Komm rein” Vorlesenachmittag statt. Diesmal liest Alina Meyer das Buch “Tom Tapir, Bücherdetektiv” vor.

Als eines Tages das neueste Buch der Schriftstellerin Agatha Cricri verschwindet, übernimmt der Bücherdetektiv Tom Tapir den Fall. Tom liebt nämlich Bücher über alles und für ihn steht fest: Buch und Dieb müssen gefunden werden!

Der Vorlesenachmittag ist für Kinder zwischen 5 und 8 Jahren, die Stadtbücherei in der Herrngasse 17 bittet um Voranmeldung bis 17.2., der Eintritt ist frei.

Freiherr Ferdinand Martin von Rast

Bildnis des Freiherrn von Rast (Fotosammlung Christian Boseckert)

Vielen werden die Begriffe „Raststraße“ und „Freiherr-von-Rast-Schule“ bekannt sein. Wer sich jedoch hinter dieser Person verbirgt, wissen nur wenigsten Coburger.

Der ursprüngliche Zuname des Freiherrn Ferdinand Martin von Rast lautete Liebmann. Dieser wurde am 28. Januar 1781 in Berlin als der Sohn eines reichen jüdischen Handelsherrn geboren. Ihm wurde eine vielseitige sorgfältige Erziehung zuteil, die ihn zur Leitung der Niederlassung des väterlichen Handelsunternehmens in Hamburg vorbereitete.
Als junger Mann unternahm er zahlreiche geschäftliche Reisen in Europa, lernte Land und Leute und dabei auch viele menschliche Schicksale kennen. Das war vielleicht bestimmend für sein späteres menschenfreundliches Wohltun.
Ein Schlüsseljahr in seinem Leben war bestimmt das Jahr 1805. Er erwarb zum einen in Hamburg das Bürgerrecht, zum anderen ließ er sich in Halle/ Saale evangelisch taufen. Nach der Schlacht von Jena und Auerstedt im Jahre 1806, die viele Menschen in Angst und Schrecken versetzte, zeigte er Organisationstalent und Besonnenheit. Er übersiedelte nach Prag, nahm seine großen Vorräte an Garn und seine reichlichen Geldmittel mit. Die Kontinentalsperre Kaiser Napoleon I. von Frankreich, die gegen den Handel mit Großbritannien gerichtet war, umging er durch Zufuhren über Triest im heutigen Italien. Bald beherrschte er den Garnmarkt in Böhmen und erwarb sich durch geschickte Spekulationen ein beträchtliches Vermögen. 1807 verlegte er seinen Wohnsitz nach Wien. Dort heiratete er Johanna Sonnefeld, die Tochter eines Hofrates. Das Paar bewohnte das Palais des Fürsten Esterhazi. Das große prunkvolle Gebäude hatte Ferdinand Martin Liebmann vorher käuflich erworben. Die Ehe wurde nach 12 Jahren geschieden. Mit Frauen hatte er trotz seines Vermögens kein Glück. Auch spätere eheliche Beziehungen scheiterten.
Als er ins gesetzte Alter kam, hatte er kein Verlangen mehr nach Frauen. 1837 löste er schließlich seinen Wiener Haushalt auf. Nicht nur mit seiner Familie, auch mit der Stadt Wien gab es Ärger, hatte er doch 26.000 Gulden Strafe wegen angeblich unrichtiger Angabe seines Vermögens zahlen müssen. Liebmann zog nach Florenz, kaufte einige Villen und Paläste und setzte seine Spekulationen fort. Seine Bestrebungen, in Wien und in Florenz für das Gemeinwohl tätig zu sein, scheiterten an der Gleichgültigkeit der maßgebenden Personen. 1828 kaufte er die Herrschaft Faal in der Steiermark mit Hammerwerken und Eisengruben. Bereits 1829 bereitete er seine Übersiedlung nach München vor. Dort äußerte er den Wunsch, eine Nationalbank unter seiner Leitung ins Leben zu rufen. Er kaufte das Wornzofische Palais das er aber an König Ludwig I. abtrat, als er hörte, dass dieser darauf ein Auge geworfen hatte. Dieser Verzicht zu Gunsten des Monarchen war vielleicht die Ursache, dass er dafür in den Bayerischen Adelsstand erhoben wurde. Der Titel Freiherr von Rast bezieht sich auf das Dorf Rast in der Herrschaft Faal. Freiherr von Rast hat mehrere Male Coburg besucht. Anlässlich eines Aufenthaltes im Jahre 1832 wurde er zum herzoglichen Kammerherrn ernannt.

Das Haus Bahnhofstraße 36 mit dem Rast-Relief (Foto: Christian Boseckert 2007)

Möglicherweise spielte dabei Geld auch eine Rolle. Seinen endgültigen Wohnsitz in Coburg nahm der Freiherr im Jahre 1859. Er hat zuletzt in keinem Palast, sondern in einer schlichten Wohnung in der Gymnasiumsgasse 6 gewohnt. Hier starb er am 14. Dezember 1863 im Alter von 82 Jahren. Sein Grab existiert nicht mehr, wohl aber sein Grabdenkmal im unteren Teil unseres Friedhofes in der Nähe des herzoglichen Mausoleums. Am 13. Juni 1861 errichtete Rast eine für Coburg bedeutungsvolle Stiftung, nämlich die sogenannte Freiherr-von-Rast´sche Stiftung. Der Hauptzweck der Stiftung war, Söhne armer Eltern, die Handwerker werden wollten, bei tüchtigen Lehrherrn unterzubringen und das Lehrgeld für sie zu bezahlen. Man kann sich heute kaum noch vorstellen, dass früher die Lehrlinge, bzw. deren Eltern, Lehrgeld in beträchtlicher Höhe an den Lehrherrn zahlen mussten. Daher wurde 1892 die in Verbindung mit der Baugewerkschule gegründete gewerbliche Fachschule durch Zuschüsse aus der Rast´schen Stiftung unterhalten.

Die Freiherr-von-Rast-Schule in der Kanalstraße (Fotosammlung Christian Boseckert)

Diese Schule wurde schließlich 1909 zur Rast´schen Gewerbeschule umgebildet. Aus ihr entwickelte sich die in der Kanalstraße befindliche Freiherr-von-Rast-Berufsschule. In der Stiftungsurkunde bestimmte Rast auch größere Zuwendungen für das im Jahre 1862 errichtete Landkrankenhaus in der Allee. In Legaten bedachte er die evangelische Kirche in Coburg, den israelitischen Frauenverein in München, die Gewerbewitwenkasse sowie den Frauenverein in Coburg. Für die jeweiligen Verwalter ergaben sich schwierige Aufgaben bei der Regelung der Stiftung, die sich fast 20 Jahre hinzogen, galt es doch, nicht nur die Ansprüche der Hinterbliebenen zu klären, sondern auch Außenstände in Österreich und Italien einzuziehen. Die Folgen zweier Weltkriege, der Inflation und der Währungsreform haben das Stiftungskapital arg zusammenschrumpfen lassen. Immerhin beträgt es noch gegenwärtig knapp 20.000 Euro. Die Zinsen werden als Prämien für fleißige Berufsschüler verwendet. Es war eine Ehrenpflicht für die Stadt Coburg, dem Stifter nicht nur zu danken, sondern ihn auch gebührend zu ehren. Der Magistrat verlieh ihm 1861 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Coburg. Am 100. Geburtstag des Stifters gedachte die Stadt in besonderer Weise ihres Wohltäters. Am Hause Gymnasiumsgasse 6 wurde am 28. Januar 1881 eine Gedenktafel zu Ehren des Freiherrn von Rast in schwarzem Marmor enthüllt. Dieses Gebäude wurde 1967 zu Gunsten des Anbaus zum Casimirianum abgerissen. Die Tafel blieb erhalten und wurde an dem Neubau wieder angebracht. Auf einer der Ehrentafeln im Rathaus wurde des Wohltäters ehrend gedacht. An ihn erinnert ferner ein Reliefbild am Hause Bahnhofstraße 36 an der Ecke zur Raststraße, welche 1894 den Namen des Freiherrn erhielt. So blieb der Name des Freiherrn von Rast noch bis in unsere heutige Zeit den meisten Leuten präsent, was aufgrund der Wohltätigkeit des Freiherrn auch verdient ist.

Text:

Christian Boseckert

Fotos:
Bild 1: Bildnis des Freiherrn von Rast (Fotosammlung Christian Boseckert)
Bild 2: Das Haus Bahnhofstraße 36 mit dem Rast-Relief (Foto: Christian Boseckert 2007)
Bild 3: Die Freiherr-von-Rast-Schule in der Kanalstraße (Fotosammlung Christian Boseckert)

Unternehmen Märchenschloß

Schloß Tambach, Foto: © S.Peter

Heute (7.2.) um 19 Uhr gibt es mal wieder was Interessantes über die Coburger Heimat zu sehen und zwar zeigt das Bayerische Fernsehen einen Film von Annette Hopfenmüller mit dem Titel Unternehmen Märchenschloss: Schlossherren rund um Coburg. Der im Sommer 2009 entstandene Beitrag will hinter die dicken Mauern der fränkischen Schlösser und Burgen sehen. Wir sind gespannt!

Die Kollegen vom Vesteblick waren mit ihrem Artikel schneller, dafür haben wir den Beitrag bereits zur Aufnahme programmiert. ;)

Pssst – wolle Date kaufe???

Foto: © S.Peter

Nein, wir haben keine CD mit Nummerkonten oder andere Informationen von irgendwelchen in- oder ausländischen Banken, im Gegenteil, uns wurden Daten zum Kauf angeboten und zwar angeblich rund 7 Millionen deutsche eMail-Adressen. Hier ein Auszug der eMail, die uns erreichte:

Wir verkaufen rund 7 Millionen deutsche Email-Adressen aus Deutschland und der Schweiz 100% alle gültig (keine Rückläufer)
Die Email-Adressen setzen sich wie folgt zusammen

Rund 2,5 Millionen @t-online.de Emails
Rund 1,9 Millionen @web.de Emails
Rund 600`000 @bluewin.ch Emails
Rund 500`000 @freenet.de Emails
Rund 400`000 @gmx.de Emails
Rund 400`000 @hotmail.com Emails

Dazu noch rund 700`000 Emails von anderen deutschen Email-Providern (mixed)
[....]

Alle Emails wurden im douple-opt-in Verfahren gesammelt nach den strengen Regeln des Datenschutzes.Die Empfänger haben der Zusendung von Emails durch dritte zugestimmt daher erwerben sie die Emails völlig legal.Sie erhalten zu jeder Email auch den Vornamen,Nachnamen,Adresse,Geschlecht,Telefonnnummer. und sie bekommen auch eine Lizenz im .pdf Format geliefert das sie die Emails benutzen dürfen.

Der Preis beträgt 1000 Euro inkl. Mwst

Bezahlung ist per Überweisung und mit Paypal möglich.

Die Emails bekommen sie auf einer DVD mit der Post geliefert nach dem sie bezahlt haben (Vorkasse).

Die Emails sind eher für solche Leute oder Firmen gedacht die etwas verkaufen und neue deutsche Kunden gewinnen wollen.

Wenn sie interessiert sind die Emails zu kaufen senden sie eine Email an folgende Email-Adresse:

[...]

Bitte geben sie Ihre Lieferadresse bekannt wohin wir die DVD verschicken solllen und wie Sie bezahlen möchten (Überweisung oder Paypal)

Mit besten Grüssen
Alexander A.

Ja, ich weiß, das ist Spam und das Geld, welches natürlich per Vorkasse fällig ist, ist vermutlich auch futsch! Das Beispiel zeigt auch: Spammer nutzen aktuelle Diskussionen, um im Geschäft zu bleiben.

Apropos aktuelles Geschäft: was meint eigentlich Coburg zum Kauf der Steuerdaten aus der Schweiz? Ist das alles legitim oder schießt hier der Staat über das Ziel hinaus, indem anscheinend illegal beschaffte Daten gekauft werden sollen? Wie ein Bericht in der SZ (>>> hier) zeigt, scheinen solche Angebote auch kein Einzelfall zu sein.