GPS-Schnitzeljagd

Geocaching-Prospekt, GPS-Gerät und Tourenbeschreibung bei der Tourist-Info besorgen – und los geht’s. Sechs neue unterschiedliche Themenrouten stehen den Spielern rund um die Coburger Innenstadt zur Verfügung, Foto: Tourismus Coburg
Ein moderner Freizeitspaß hat in diesen Tagen Jubiläum: Am 3. Mai ist es zehn Jahre her, dass der US-Amerikaner Dave Ulmer das Geocaching ins Leben rief. Seine Idee: Mithilfe von GPS-Daten ist es möglich, jeden Ort auf der Welt recht genau zu bestimmen. Warum also diese technische Möglichkeit nicht spielerisch nutzen? Heute gibt es weltweit viele Tausend, die diesem Outdoor-Hobby nachgehen. Auch rund um Coburgs Innenstadt sind diverse Geocaching-Touren eingerichtet.
Ich habe vor, einen Fünf-Gallonen-Plastikeimer mit Deckel an einem versteckten Ort halb zu vergraben. Da hinein tue ich ein paar Sachen
kündigte Dave Ulmer in einem Internetforum an. Das tat er und veröffentlichte wenig später die GPS-Koordinaten, unter denen dieses Versteck (engl.: cache) zu finden ist. Er beschrieb auch ein paar Regeln für die Finder.
Diese Vorgaben gelten bis heute als Spielregeln des Geocaching: Die Lage der Verstecke wird mittels geografischer Daten genau beschrieben. Ein Cache besteht aus einem verschließbaren Behälter, in dem sich ein Stift, ein Logbuch sowie mehr oder weniger wertvolle Tauschgegenstände befinden. Der Finder darf sich ins Logbuch eintragen. Außerdem kann er einen Gegenstand behalten, soll aber einen anderen im Austausch zurücklassen. Dann wird der Behälter ins Versteck zurückgelegt.
Die GPS-Daten, die zu den Verstecken führen, sind auf verschiedenen Internetseiten hinterlegt. Auch unter www.coburg-tourist.de gibt es einen Link „Geocaching“ (>>> klick). Dort ist erläutert, wie diese moderne Art der Schnitzeljagd funktioniert. Außerdem sind etliche Touren aufgelistet, die sich insbesondere an jüngere Geocacher und Familien richten. Zu einigen Touren gibt es besondere Accessoires und Ausrüstungen, die in der Tourist-Info (Herrngasse 4) ab Ende Mai ausgeliehen werden können. Die Kostüme stellt JAKO-O zur Verfügung. Auf der Tour „Mittelalter“ zum Beispiel können die Kinder, verkleidet als Prinzessin oder Ritter, auf der Veste auf Schatzsuche gehen.
Es geht um Spiel, Spaß und Abenteuer an der frischen Luft: Auf der Geocaching-Tour „Luther“ heften sich die Spieler mit einem GPS-Gerät an die Spuren des Reformators. Zwei davon stehen in der Tourist Info zum Ausleihen zur Verfügung, man kann aber auch sein eigenes Gerät oder Handys und Smart Phones mit entsprechenden Features dazu benutzen. Um die jeweiligen GPS-Daten in einer Tour zu ermitteln, sind kleine Aufgaben zu lösen. So erfahren zum Beispiel Kinder spielerisch Wissenswertes über die Stadt, ihre Geschichte und Sehenswürdigkeiten und dürfen am Ende einen Schatz heben. Neben dem üblichen Inhalt befindet sich in den Coburger Cache-Behälter zusätzlich ein Stempel. In einem Geocaching-Prospekt, der ebenfalls bei der Tourist-Info erhältlich ist, können die Stempelabdrucke jeder Tour gesammelt werden. Wer mindestens einen Schatz gehoben hat und einen Stempelabdruck vorweisen kann, erhält einen Einkaufsgutschein.
