Bilderrätsel: Wo und Was ist das denn?


Unterwegs in Coburg – da gibt es Ecken, wo man einfach noch nicht war. Oder vielleicht doch? Und für was war das da nochmal gut? Wer hat das gebaut? Ach so…..

In diesem Sinne habe ich ein neues Bilderrätsel ausgegraben. Diesmal wäre von Interesse, wo sich das „Dingens“ befindet und für was es gut ist bzw. was es darstellt?! Ich könnte zwar die Geo-Koordinaten angeben, das wäre aber zu einfach, ihr schafft das schon….

Noch ein kleiner Tipp: die Suche beschränkt sich auf das Stadtgebiet von Coburg…

Viel Spaß!

Transformation: einige Impressionen

Und wieder ist eine Museumsnacht vorbei, die Transformation ist glücklich vollendet. Als Vorfreude auf die nächste Nacht der Konstraste 2011 einige Impressionen…

Übrigens, was hat Euch so am besten gefallen?

Der Zwiebelmarkt

Ansichtskarte vom Zwiebelmarkt um 1900 mit Markgeschehen von der Ketschengasse (Sammlung Christian Boseckert)

In diesen Tagen findet auf dem Coburger Marktplatz wieder einmal der alljährliche Zwiebelmarkt statt. Er gilt als der älteste und traditionsreichste Markt in der Vestestadt.
Wenn der Markt geöffnet hat, so bieten die hiesigen Bäcker ihren frisch zubereiteten Zwiebelkuchen an, zu dem sie auch einen Federweißen ausschenken. Diese Tradition stammt noch aus dem Mittelalter, als die Bäcker auch Bier und Wein, den sie zum Teil selbst hergestellt hatten, über die Straße verkauften. Aus dieser Tatsache heraus entwickelten sich viele Coburger Gaststätten wie beispielsweise die Loreley oder der „Goldene Hirsch“ in der Judengasse.

Doch kommen wir auf die Ursprünge des Zwiebelmarktes zurück. Am 20. März 1466, dem Palmsonntag, brach in der Steinweg-Vorstadt zwischen dem Spitaltor und der Heiligkreuzkirche ein Großfeuer aus, welches der Überlieferung nach über 200 Wohnhäuser in Schutt und Asche legte. Das Feuer brach seinerzeit im Hause Steinweg Nr. 5 (heute Sitz der Hypo-Vereinsbank) aus ungeklärten Umständen aus. Um den Wiederaufbau der Vorstadt schnell voranzutreiben, beschloss der Rat der Stadt Coburg dem damaligen Landesherrn, Herzog Wilhelm III von Sachsen, genannt der Tapfere, zu bitten, einen vierten Jahrmarkt zu genehmigen. Durch die Einnahmen sollte das Geld für den Wiederaufbau gewonnen werden. Wilhelm III bestätigte in einer Urkunde vom 17. April 1466 die Abhaltung von drei Jahrmärkten in Coburg und gewährt ihr „…aufdaß sich die Unsern von Coburg ihres vorgenannten Brandschadens desto besser wieder erholen…“ einen vierten Markt. Dieser sollte entweder vor oder nach dem Feiertag Mariä Geburt am 8. September stattfinden.
Dieses Jahr findet er nach dem erwähnten Feiertag statt. Aber anscheinend war dieser Zeitraum schon vorher als Markttag in Gebrauch, denn in der bereits erwähnten Urkunde von 1466 wird dies indirekt erwähnt.Während des 30jährigen Krieges viel der Zwiebelmarkt ab 1633 aus. Erst 1647 wurde er wieder veranstaltet, erstmals unter dem Namen „Zwiebelmarkt“. Später, so scheint es, muss sich der Markt auch in den oberen Teil der Ketschengasse verlagert haben. Es wird nämlich von unzähligen Säcken mit Zwiebeln berichtet, welche die Bürgersteige und Hauseingänge vom Markt bist fast zum Albertsplatz hin versperrten. Ein Durchkommen für Fahrzeuge war da kaum möglich. Feilgehalten wurden die Zwiebeln hauptsächlich von Gärtnern aus Bamberg, Schweinfurt und Hallstadt. Aus diesem Grund werden auch heute noch die Bamberger von den Coburgern als „Zwiebeltreter“ verspottet.
Coburg war allein deswegen ein wichtiger Handelspunkt, da nicht nur die Coburger ihren Jahresvorrat an Zwiebeln hier eindeckten, sondern auch die Thüringer, die in Scharen hier die Zwiebeln aufkauften. Für die Kinder gab es zum Zwiebelmarkt etwas ganz besonderes: Das Süßholz zum Lutschen. Daraus wird bis heute auch Lakritze hergestellt.

Der Zwiebelmarkt entwickelte sich bis 1945 zum bedeutendsten Jahrmarkt des Jahres. Ein Ereignis soll dies belegen. Am Zwiebelmarkttag des Jahres 1906 kam der deutsche Kaiser Wilhelm II nebst Kaiserin Auguste zur Taufe des Erbprinzen Johann Leopold von Sachsen-Coburg und Gotha in die Vestestadt. Man wollte dem Monarchen bei einer Stadtrundfahrt nicht zumuten, durch die beengte und zwiebelduftende Ketschengasse zu fahren und beabsichtigte deshalb den Markt kurzfristig auf den Ketschenanger zu verlegen. Ein heftiger Protest erfasste daraufhin die Vestestadt. Schließlich blieb der Markt an Ort und Stelle und dem Kaiser wurde ein volkstümliches Treiben vorenthalten. Ob es damals ein Kaiserwetter gab, berichten die Chroniken nicht. Denn, so will es die Tradition, muss es am Zwiebelmarkt regnen. Erst dann gibt es die sogenannte „Zwiebelbrüh“, eine Art Dauerregen, der vornehmlich in der ersten September-Hälfte niederging.

Schließlich sollten zwei Faktoren das Ende des alten Zwiebelmarktes besiegeln. Zum einen vertrieb die einsetzende Motorisierung der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg den Markt aus der Ketschengasse und zum anderen verlor der Markt dadurch an Bedeutung, dass es möglich wurde, Zwiebeln das ganze Jahr über zu kaufen. So fand der letzte traditionelle Zwiebelmarkt im Jahre 1957 statt. Danach wurden alle Jahrmärkte auf den Gemüsemarkt und in den Unteren Bürglaß verbannt. Der Markt diente fortan vornehmlich als Auto-Parkplatz. Erst Anfang der 1980er Jahre kehrte der Zwiebelmarkt wieder zurück auf den Marktplatz. Dort ist er bis heute geblieben.
Seit wenigen Jahren erinnert man sich wieder an die Bedeutung des Zwiebelmarktes, welcher durch Werbemaßnahmen zumindest einen Teil seines alten Glanzes wieder erhalten soll. Wichtig scheint jedoch zu sein, dass der Zwiebelmarkt seine alten Traditionen trotz der Veränderungen der letzten 60 Jahre erhalten hat – und sei es auch nur das regnerische Wetter!

Text: Christian Boseckert

Bildquellen:
Ansichtskarte vom Zwiebelmarkt um 1900 mit Markgeschehen von der Ketschengasse (Sammlung Christian Boseckert)

Letzte Vorbereitungen

Licht-Installation des Vereins „Wir Gestalten" für die Museumsnacht 2010, Foto: M.Rohm

Das große Transformieren hat begonnen.  Im Hofgarten sind bereits seit Mittwoch mehrere Teams dabei, die Installationen, wie beispielsweise die Lichtinstallationen des Vereins „Wir Gestalten“, anzubringen.

Die Wetterprognose für Samstag sieht gut aus, die Bändchen gibt es im Vorverkauf noch bis Samstag 12 Uhr vergünstigt, ansonsten für Kurzentschlossene an der Abendkasse.

Weitere Infos gibt es hier >>> www.coburg.de/museumsnacht, einen Vorbericht bzw. Links auf Bilder von vorherigen Museumsnächten >>> hier.

Coburger Ausflugsziele: Die Burgruine von Lichtenstein

Gelegen im Landkreis Haßberge, nur einen Steinwurf von Bischwind im Coburger Land entfernt, befindet sich ein weiteres, sehr schönes Ausflugsziel: die Burgruine von Lichtenstein.

Die Burg Lichtenstein existiert seit über 750 Jahren. Erstmalig wurde die Burg im Jahre 1232 erwähnt, Besitzer waren vermutlich die Herren von Lichtenstein, eng verbunden mit dem Bischofstum von Würzburg.
1257 fällt die Burg für kurze Zeit an den Bamberger Bischof. Nachdem das Hochstift Würzburg die Burg Lichtenstein wieder in ihrem Einflussbereich hat, verleiht es diese als Lehensgeber an die von Rotenhahn, von Schaumburg, zu Schottenstein, zu Lichtenstein u.a.

Der Ausbau der Burg erfolgt aufgrund der Hussitenkriege zwischen 1420 und 1430. Der im Bauerkrieg 1525 zerstörte nördliche Teil der Burg verkommt zunehmends zur Ruine, während der südliche Teil der Burg ab 1570 auf die heutige Größe erweitert wurde.
Ab 1568 übernehmen wieder die von Lichtenstein die Burg, bis 1699 mit Wilhelm Ulrich von Lichtenstein der Letzte aus der Linie verstirbt. Nach der Linie Lichtenstein zu Lahm übernehmen ab 1845 bis heute die Freiherren von Rotenhahn die Südburg.

Und hier ein paar Impressionen, alle von Christian Boseckert aufgenommen.