Informationspolitik par excellence

Gestern waren es die spanischen Gurken, heute sind es niedersächsische Sprossen – und was ist morgen? Erste Ergebnisse zeigen keine Spuren des gefährlichen Erregers bei einem verdächtigen Sprossen-Erzeuger (>>> klick) – vielleicht ist es doch etwas anderes?

Sicher ist das EHEC/HUS Ausbruchsgeschehen eine sehr ernst zu nehmende Situation. Die Informationspolitik, die von Frau Aigner betrieben wird, trägt allerdings keinesfalls zur Beruhigung der Bevölkerung bei. Erst wird vor Gurken und Salat gewarnt, dann wird ein Gastronomie-Betrieb in den Medien gezeigt, bei dem vermehrt Infektionen aufgetreten sein sollen und nun wird ein Betrieb in Niedersachsen klar als möglicher Infektionsherd identifiziert. Aber Klarheit gibt es immer noch nicht. Zudem macht die Situation deutlich, wie hilflos und angreifbar Mensch gegen mutierte aggressive Bakterien ist.

Was essen denn die Leserinnen und Leser noch oder auf was verzichten sie momentan?

7 Kommentare

  1. avatar

    Ähmmm auf nix – ich glaube ja das, ich einer Generation angehöre, die auch noch extrem resistent ist. Denn unsere Mütter, die haben uns noch in den Sandkasten gehockt, in dem es auch so richtig Dreck gab. Tja und den haben wir dann locker mal in den Mund genommen.
    Vielleicht fehlt das heute doch einfach mal. Vielleicht ist alles ein bisschen zu hygienisch.
    Und ich meine jetzt da nicht den Lebensmittelbetrieb, da muß es. Nein ich meine, vielleicht wird heute einfach zuviel von den Menschen abgehalten, damit das Immunsystem stark ist.

    Wenn ich auf die letzten 25 Jahre zurückblicke wie oft ich krank war, oh man – ich kann das noch zählen so selten war es – und ihr?
    Also ist der Umkehrschluß – ja ich habe als Kind Dreck gefressen….

  2. avatar
    georg

    @Meiky,

    das hat was!
    Wir haben früher noch auf dem Müllplatz gespielt und waren seltenst krank, heute habe ich allerdings trotzdem auch alle Weh-weh-chen. Hält anscheinend nicht ewig die “Abhärtung”.

  3. avatar

    Ich krieg da selber was von mit – nicht weil ich krank bin, aber: meine Blogpartnerin arbeitet als Mikrobiologin am Hamburger UKE.

    Da (und anderswo) wird rund um die Uhr gesucht…

  4. avatar
    georg

    am Besten flüssig ernähren – hochprozentiger Strohrum (80%) kann gar keine Keime haben, dafür aber jede Menge Brennwert.

  5. avatar

    Essen? Weiterhin alles. Vermeiden? Jeden Bericht über die Frau Aigner. Sowas Konzeptloses. Was, wenn uns mal eine “richtige” Pandemie droht? Dann sind die im Ministerium doch scheinbar komplett abhängig von dem, was die Pharmaindustrie ihnen anschafft.

    Warum lassen die denn die Forscher nicht in Ruhe arbeiten, bis greifbare Ergebnisse vorliegen? Stellen wir mal fest:
    - spanische Gemüsewirtschaft: schwer geschädigt
    - Lokal im Norden: schwer geschädigt
    - Sprossenbetrieb: schwer geschädigt

    Verwertbare Ergebnisse: gleich null.Und was mich am meisten stört ist, dass kein Politiker es für nötig hält, auf die Betriebe (Erzeuger und Großhändler) hinzuweisen, die den Schnelltest auf eigene Kosten für die vertriebene Ware durchführen. Ja keinen Schritt zu weit. Aber immer schön die Gesichter in die Kamera halten und nichts aussagen, was später eventuell negativ ausgelegt werden kann. Keine klaren Aussagen, nur Wischiwaschi.

  6. avatar

    Salat aus dem eigenen Graten und Gurken aus dem eigenen Gewächshaus (Tomaten brauchen noch etwas)… :-)

Einen Kommentar schreiben