Foto #271/365
Manchmal fehlen mir einfach die Worte – so zum Beispiel zum Thema des scheinbar nicht genehmigten Abrißes des unter Denkmalschutz stehenden Lokschuppens. Auch wenn das Gebäude sicherlich seine besten Tage schon hinter sich hat, es erscheint, als ob man heute ungeliebte Bausubstanzen einfach verrotten lässt, um sie anschließend platt zu machen. Wir sind mal gespannt, was nun mit der Ruine geschehen wird – eine Sanierung scheint jedenfalls in weite Ferne gerückt zu sein, von Verseuchung durch Asbest und Ablagerungen im Boden mal ganz abgesehen…
Was meinen die Leserinnen und Leser zu diesem Thema?


Ich bin mir im Unklaren darüber, ob man wirklich alles unter dem Denkmalmäntelchen schützen soll, was nur zu schützen geht. Manchmal ist es einfach nicht sinnvoll, dazu zähle ich auch schon den seit langer Zeit vor sich hinrottenden Bau auf dem o. g. Gelände.
Warum ist man denn da nicht schon eher eingeschritten, hat von der Stadtseite aus zugeschaut, wie das Gebäude immer mehr verfallen ist?
Und ich würde mir niemals eine denkmalgeschützte Hütte zulegen, solange alle Restriktionen eigentlich gegen den Besitzer und über dessen Geldbeutel geht. Wenn ich nur an das Pfiffer-Gebäude denke. Baudenkmalschutz? Für was denn noch? Für die Bausünde aus den 60er Jahren?
OK, WIRKLICH alte Gebäude, da verstehe ich das. Auch für Gebäude, die historisch in Erscheinung getreten sind – Reichsparteitagsgelände z. B. Aber doch nicht jede Backstein- und Wellblechhütte. Ein bisschen mehr Augenmaß wäre nicht schlecht.
Hm, irgendwie habe ich in Erinnerung, daß dies ein sehr klassischer, geradezu bilderbuchmäßiger Lokschuppen war. Und von denen stehen mittlerweile weit weniger herum, als man glauben möchte. In Altona hat man es aber sogar fertiggebracht, den so ziemlich einzigartigen Doppelringlokschuppen (zwei ineinandergreifende Drehscheiben und ein entsprechendes Gebäude) abzureißen.
Vielleicht beantragt man schon mal Denkmalschutz für den coburger Kaufhof?