Ansage statt Anzeige
Wer kürzlich dem (Stadt-)Bus in Coburg gefahren ist, dürfte es bereits gemerkt haben: die nächsten Haltestellen werden wieder angesagt. Doch diesmal muss nicht der Fahrer ran, der das früher schon mal gemacht hat, sondern die Stimme kommt aus der “Konserve”. Bislang mussten sich Ortsunkundige an den Info-Monitoren in den Bussen informieren, welche Haltestelle die richtige für sie ist. Das war nicht von allen Sitz- und Stehpositionen ohne weiteres möglich, die Schrift war speziell aus den hinteren Busregionen oder für Personen mit Sehproblemen nicht immer gut erkennbar. Jetzt kann man einer klar verständlichen Stimme lauschen, die selbst bei vollen Busses zu hören ist.
Was finden die Leserinnen und Leser besser? Ansage oder Anzeige?

Klar verständlich, auch bei vollem Bus? Da kann man ja gespannt sein. Immerhin ist die Technik da wirklich vorangekommen. Ein Problem für Ortsfremde ist aber, daß sie buchstäblich nicht wissen, was sie hören, und somit trotzdem ihr Ziel verfehlen. Daher besser zusätzlich mit Anzeige.
Es gibt nicht nur Sehbehinderte, sondern auch Hörbehinderte, und was für den einen “klar verständlich” ist, kriegt der andere nicht mit, vor allem in einem Bus, der mit 30 Schulkindern besetzt ist. Also auch meine Meinung: Beides.
Eigentlich schon eine gute Sache – allerdings haperts tatsächlich noch ein bisschen an der richtigen Umsetzung: In manchen Bussen ist die Ansage so laut, dass Gespräche nicht mehr möglich sind (gerade bei geringem Haltestellenabstand), in anderen Bussen allerdings ist die Ansage schon wieder so leise gestellt, dass man sie nur gerade so bei hören kann.
Nebenbei bemerkt werden die Ansagen in sich leiser, heißt:
“Nächste Haltestelle:” noch deutlich, die Haltestelle selber dann aber nur auf der 1. Silbe laut & dann am Ende deutlich zu leise. Mal sehen, vielleicht bekommt die SÜC das noch hin.
Das scheint gar nicht so trivial zu sein. Hier mußten sie vor einiger Zeit eine Haltestelle “nachliefern” – leider eine andere Sprecherin, und bis heute wesentlich leiser als alle anderen Ansagen.
Sehr unterhaltsam waren vor Jahren die Ansagen in Lübeck; ganz modern, aus “Bausteinen” gestückelt. So gab es dann “Holstentor…………PLATZ”, am Ende nicht nur laut, sondern auch im Falsett….
Helmut Tholen = Helmut – tut mir Leid, mein Fehler.