Albert und die Nacht der Kontraste
Die 7.Museumsnacht steht vor der Tür: am Samstag, den 10.9.2011 steht Coburg unter dem Motto “Sind Briten da?” und bindet den 150.Todestag von Prinz Albert thematisch in die Nacht der Kontraste ein. Vom Dudelsack über Fish and Chips bis zum Sound der legendären Beatles – die “Brit Party” findet zu Fuße von Prinz Albert statt. Neben dem roten Doppeldecker, Baujahr 1962, der ab 20 Uhr zu Rundfahrten einlädt, gibt es für Damen mit großer Kopfbedeckung um 19 Uhr beim Prinzen auch ein Gläschen Prosecco, wie Martin Rohm verriet.
Aber nicht nur am Markt, sondern an 22 Schauplätzen findet die Nacht der Kontraste statt.
Wir sind gespannt, weitere Informationen gibt es >>>hier, die diesjährigen 22 Schauplätze sind >>>hier aufgelistet. Also schnell noch ein Bändchen besorgen.
Und wer in der Nacht noch nicht genug gesehen hat, kann am Sonntag, den 11.09. gleich am Tag des offenen Denkmals weitere historische Bauten und Stätten besuchen. Beispielsweise kann im Schloss Rosenau im Rahmen des Museumsfestes das Prinzenzimmer besichtigt werden.
Weitere Infos über die offenen Denkmäler gibt es >>>hier, Informationen zum Museumsfest auf Schloss Rosenau können >>>hier eingesehen werden.
Wer von den Leserinnen und Lesern wird sich denn in das historische und kulturelle Getümmel in der Nacht stürzen?
“Matuschke”
Der folgende Blogbeitrag erreichte uns von Sanny, die uns bereits die Story und die Fotos zu den Kochprofis in der Schnitzelstube lieferte. Vielen Dank!
Matthias „Matuschke“ Matuschik in Untersteinach
Am Dienstag abend machte die Bayern3 Tour mit Matuschke (>>>klick) halt in Untersteinach bei Kulmbach. Vorgestellt wurde die neue CD „Matuschkes Lieblinge“, die zum Wochenende wohl die Charts erreicht haben soll. Stargast war Tommy Finke „Borderline Betty“ aus Bochum.
Die Karten wurden bei Bayern3 nach einer Bewerbung verlost. Die Tour fing am Montag in Augsburg an, Dienstag Untersteinach, Mittwoch Weiden und Ende ist am Donnerstag in Ingolstadt.
Als wir gegen 18 Uhr in Untersteinach ankamen, leuchtete uns schon ein grünes Banner mit einer großen Drei entgegen. Hier im Kleinkunstbrettla waren wir und ca. 150 weitere zu einer Livesendung mit anschließendem Konzert geladen. Das Team des Kleinkunstbrettla´s insbesondere Stefan Eichner „Das Eich“ begrüßten alle sehr freundlich und wiesen uns ein, wie man sich leiblich verpflegen kann. Während einer kleinen Stärkung saßen wir Tisch an Tisch mit Matuschik, Kerby und dem Team. Kurz darauf kam auch Tommy Finke und der Administrator der Matuschke Fanseite bei Facebook Basti Ehrenfels. Basti, wie wir später erfuhren, ist gerade mal 14 und macht seine Sache als Admin wirklich prima. Er lernte Matuschke bei einem Treffen auf dem Partyboot kennen und ist seit dem infiziert. Er und seine Mutter folgen Matuschke überall hin. So auch heute. Sie hatten ein Anreise von 150 km.
Gegen 19 Uhr war Soundcheck und Matuschik (>>>klick) erzählte mit gewohnt lockeren Sprüchen wie die Livesendung von statten geht. Er stellte uns seinen Assistenten „Kerby“ Wolfgang Kerber vor. Ein eher schüchterner aber genauso liebenswerter Österreicher. Kerby hatte die Herzen der Kulmbacher im Flug erobert. Auf der Bayern3 Homepage ist Kerby immer unvollständig zu sehen, aber ich habe für Euch das Geheimnis gelüftet und ihn „enthüllt“.
Um 20 Uhr nach den Nachrichten, Wetter und Verkehr gings dann los. Heftiger Applaus, Pfeifen, Gröhlen,… hauptsache laut war das Motto. Nach dem ersten Lied gab es dann die ersten Schwierigkeiten und es gab einen Übertragungsabfall. Von nun an wurden die Lieder meist aus München eingespielt und Matuschke konnte nicht mehr auflegen. Die Stimmung war ausgelassen trotz der gespürten 60 Grad Innentemperatur. Der Schweiß floß, viele fächerten sich mit Matuschiks Autogrammkarten Luft zu. Auch Matuschik bekam einen Eimer „frische Luft“ von einem Konzertbesucher geschenkt. Der nahm diesen dankend an und übergoß sich damit. Erst kam nur „frische Luft“ und zum Abschluß ein paar Tropfen Wasser. Aber Matuschke gefiel das und bedankte sich.
In der ersten Sendestunde wurden zwei der Gründer des Kleinkunstbrettla´s vorgestellt. Stefan Eichner, kurz “Das Eich” (Gesang und Comedie) und Manfred Spindler. Das Eich spielte auch seinen Song „Kein Schweiß auf Holz“. Stefan Eichner ging bereits mehrmals mit Matuschke auf Tour. Ein Mädchen durfte ihre Schwester grüßen und auch ihre „Dande“. Ein anderes ihre Mutter in Coburg. Basti Ehrenfels wurde vorgestellt, der Musikmaniak wurde gekürt und zum Schluß kam Tommy Finke zum Interview. Gegen 22 Uhr ging die Liveübertragung zu Ende und die Bühne wurde kurz für den Musikact Tommy Finke umgebaut. Tommy´s Schlagzeuger ist eigentlich der Drummer von Sasha. Und die Jungs machten mit lauten Beats dem Abend ein gelungenes Ende.
Matuschik witzelte in den Übertragungspausen über Amorbach und das es dort immer kracht, es wurde gewettet ob in den Verkehrsnachrichten wieder Amorbach vorkam und tatsächlich, es war wieder dabei. Die weitesten Gäste des Abends waren aus Stuttgart angereist. Matuschik trank nur „Apfelschorle“, so bezeichnete er zumindest sein „kühles Blondes“. Nach Ende der Übertragung wurde noch gefilmt für den Kurztrailer auf der Bayern3 Homepage. Alles in allem ein sehr entspanntes und nettes Team. Ein geiler Abend mit mächtig Spaß. Und um in Matuschkes Worten zu enden: „und scho hammas wieda!“
Danke für die spannende Story und die Bilder von Sanny!
Erzähl’ mir was…
Vom 18. – 24.7. finden sie wieder statt: die Coburger Erzähltage in der zweiten Auflage. Und gestartet wird wieder u.a. auf dem Schloßplatzfest, welches am Montag zum Abschlußtag einlädt. Zu Geschichten unter vier Augen, quasi personal talking, werden verschiedene Erzähler und Erzählerinnen von Tisch zu Tisch oder Zelt zu Zelt ziehen (vielleicht auch in historischen Gewändern, wer weiß
). Aber auch an anderen Erzählorten, wie zum Beispiel im antiquarischen Tresorraum der VR-Bank Coburg, auf dem Hinterhof der Hof-Apotheke oder im Hexenturm werden Geschichten zum Besten gegeben.
Das genaue Programm kann man unter www.coburger-erzaehlfestival.de einsehen.
Wer kann denn von den letzten Erzähltagen berichten bzw. wer wird sich dieses Mal verzaubern lassen?
Samba oder Songs?
Während in Coburg die Samba tobte, wurden es einige Kilometer südlicher ruhigere Töne angeschlagen. Aber nicht nur in Coburg fanden Superlativen mit dem größten Samba-Festival außerhalb Brasiliens statt. Auch auf den Banzer Wiesen vor toller Kulisse gab es etwas Großes: das größte deutsche Liedermacherfest Songs an einem Sommerabend in seiner 25.Auflage. Und gerade zum 25.Jubiläum gab es einige Highlights:
Moderator Bodo Wartke trat erstmals im weißen Anzug auf, nach 25 Jahren gab es eine neue Bühne mit Dach und am wichtigsten: die 5000 Besucher pro Abend bekamen Ordentliches auf die Ohren: Timon Hoffmann kam nicht ohne Zugabe von der Bühne und Frankens A-Capella-Jungs Viva Voce rockten die Bühne mit Zugabe!
Übrigens, die ersten Konzert-Besucher standen bereits ab 9 Uhr am Tor, um sich einen guten Platz zu sichern und Menschenschlangen zogen mit Kissen, Decken, Picknickkörben und Regenjacken bewaffnet den Banzer Berg hinauf.
Also, alternativ zu Samba oder auch gerne ergänzend: Songs an einem Sommerabend findet auch 2012 wieder statt!
Danke für die Infos und die Fotos, die von Meiky von Meikys-Podcast zur Verfügung gestellt wurden.
DIE Boy-Group kommt
Man schreibt den 17.Oktober 1931, Sonnabend, um 8 1/2. Über 1000 (!) Coburger haben den Weg in den Festsaal der Hofbräugaststätten in der Mohrenstrasse gefunden. Eingeladen hatte die Gesellschaft der Musikfreunde e.V. zu einem besonderen Konzert! Die Comedian Harmonists singen! 12 Schlager samt diverser Zulagen werden in gewohnter Perfektion dargeboten…
Dr. Michael Weiß hat über diesen legendären Auftritt der Comedian Harmonists recherchiert und im Rahmen der Jahrbücher der Coburger Landesstiftung 1998 publiziert. Heute Abend, im Rahmen eines Gastspiels einer Comedian Harmonists Revival Gruppe, wird Dr. Weiß ab 19 Uhr im Coburger Landestheater weitere Details zu den Original Comedian Harmonists zu Gehör bringen. Mit dabei eine Original Schellackplatte der großen amerikanischen Vorbilder, den Revellers.
Weitere Gastspieltermine am Coburger Landestheater sind der 14.5. und 30.6.2011.
Blitzlicht: “Der Gurkenmann”
Die Osterbrunnen sind geschmückt und ein Favorit ist der “königliche Gurken-Alex”, auch bei den Blogkollegen vom Vesteblick (>>> klick ). Und da erreicht uns eine Mail von Joachim Kortner, Autor des Buches “Raststrasse” mit einem Textauszug über den Gurkenmann (wir berichteten bereits >>> hier ), den wir dankenswerterweise abdrucken dürfen. Das Coburger Original wird im folgenden Absatz aus der Erlebnisperspektive eines Zehnjährigen vortrefflich beschrieben:
“Ein Männchen, nicht größer als Jakob, steht da an der Ecke zur Löwenstraße. Vor sich ein kleines Holzfass. Salzgurken verkauft er. Dicke Brillengläser spiegeln seine Augen fast weg. Wunde Stellen und kleine Grinde am hageren Faltenhals. Um den Kragen aus kariertem Flanell die Krawatte fest gezurrt. Mit dem Wasserkamm hat er das schüttere Haar an den Schädel geklebt. Die Holzzange taucht er ein, holt eine Gurke aus der Lake, lässt sie mit kurzem Schütteln noch einmal abtropfen und reicht sie den Kunden.
Gleich ist Jakob an der Reihe. Den verschwitzten Groschen hält er bereit. Hinter ihm eine Stimme. Halblaut. So eine Flüchtlingssprache. Sagt, dass sie den Zwerg vergessen haben. Jakob dreht sich um. Zwei Männer. Beide schauen auf den Gurkenmann. Und dann etwas leiser: zu vergasen.
Einen der beiden kennt er aus dem Sonntagsgottesdienst in Sankt Augustin. Der Gurkenmann tippt Jakob an die Schulter. Er ist dran.Vergasen – was das eigentlich ist, will er zu Hause von der Mutter wissen. Die blickt kurz zum Vater. Das bedeute eigentlich nichts Besonderes. Das sage man einfach bloß so. Man könne sagen, dass man die Vokabeln gelernt hat bis zur Vergasung und trotzdem bloß eine Drei gekriegt hat.
Ach so.”
aus Joachim Kortner, Raststraße, 2008
Übrigens, das Buch ist im lokalen Buchhandel oder online (z.B. hier) erhältlich. Wir haben es bereits gelesen und können es nur empfehlen.
Noch etwas in eigener Sache: hat vielleicht noch eine Leserin oder ein Leser Foto-Aufnahmen vom Gurken-Alex? Vielleicht von seinem Auftritt im Landestheater? Falls ja, bitte einfach eine e-Mail (z.B. über den Kontakt schicken).










