Blitzlicht: Wie sich die Bilder gleichen

Tor zum Salvatorfriedhof, Foto: © S.Peter

Tor zum Salvatorfriedhof, Foto: © S.Peter

Der Bausenat der Stadt Coburg beschließt folgende Baumaßnahmen:

  • die Vorplanung einer Eissporthalle
  • die Sanierung des Eckardtturmes
  • die Neugestaltung des Salvatorfriedhofes

Diese Maßnahmen, ersetzt man die Eissporthalle durch eine Sporthalle, hätten auch heute beschlossen werden können. Aber das war die Meldung vor 30 Jahren, genau am 7.11.1979.

1984 wurden die Pläne für eine Eissporthalle aufgrund der Kosten ad acta gelegt, der seit 1903 bereits als öffentliche Anlage ausgewiesene Salvatorfriedhof wird 1984 Parkanlage und erneut zu Gunsten eines Anbaus des Gymnasiums Albertinum verkleinert.

Apopros Sport- bzw. Mehrzweckhalle: vielleicht ist es vielen nicht mehr so bewußt, aber es gibt seit 1985 Bemühungen bzw. Ärger um den Bau einer Mehrzweckhalle am Anger: die Planung der im Juni 1985 vom Bausenat genehmigten Mehrzweckhalle wird von der Regierung Oberfrankens mehrfach gestoppt, da die Planung gegen den zu seiner Zeit gültigen Bebauungsplan verstoße. 1989 legt der Stadtrat den Bau einer Mehrzweckhalle zu den Akten, um dann 1991 erneut einen Vorstoß Richtung Umbau der Sporthalle in eine Mehrzweckhalle inkl. Kongreßhotel in der Karchestraße und Auflösung der Benno-Benz-Sportanlage zu machen. Diese Pläne werden 1993 erneut zu den Akten gelegt.
Irgendwie habe ich gerade ein Déjà-vu…

Blitzlicht: Vor 25 Jahren

Verehrte Damen und Herren,
Wenn wir am 24.August dieses Jahres mit Stolz das 150jährige Jubiläum unserer Brauerei feiern können, so wollen wir jedoch nicht vergessen, all denen zu danken, die diese Feier mit verdient und ermöglicht haben.

So begrüßte Hans Schöpf, Geschäftsführer der Brauerei St.Scheidmantel KG, Coburg seine Mitarbeiter, Kunden und Freunde am 150jährigem Jubiläum der Brauerei auf dem Brauereihof in Cortendorf im August 1984.

Die Ära der Brauerei begann am 19.August 1849, als der aus Dietersdorf stammende Gastwirt und Metzgermeister Joh. Heinrich Scheidmantel das ehemalige Floßwirtshaus, den Hausbraubetrieb und ausgedehnte Liegenschaften des Johann Höhn abkaufte. 1880 übernahm sein Sohn Stephan Scheidmantel den kleinen Betrieb und baute als Kaufmann den elterlichen Betrieb zu einem industriellen Brauereibetrieb aus. Gegen 1890 enstand  der Neubau des Brauereibetriebs Scheidmantel, wie wir ihn heute noch kennen: das dreistöckige Brauereigebäude mit Mälzerei und Kühlschiff, Eishaus und -keller und Fässerablage.

Nach dem ersten Weltkrieg übernahm Heinrich Scheidmantel die Brauerei. Unter ihm wird erstmals das “Scheidmantel-Pilsner” gebraut. 1946 verstarb Heinrich und seine Frau Marie übernahm in einer wirtschaftlich schwierigen Lage (das Absatzgebiet Thüringen gibt es nicht mehr) die Brauerei. 1948 heiratete Max Dietzel die Tochter Nelly Scheidmantel und leitete  gemeinsam mit Marie Scheidmantel (gestorben 1968) die Geschicke des Unternehmens. Max Dietzel baute das Unternehmen in den 50ziger Jahren wieder auf. Unter seiner Leitung wurde u.a. ein neuer Flaschenkeller errichtet und das Sudhaus,so wie man es heute kennt, neu gebaut. 1980 verstarb Max Dietzel. Die Geschäfte führte bereits zuvor bis 1992 Hans Schöpf, Gabriele und Holger Prase übernahmen im Anschluß, bis die Brauerei 2002 an die Kulmbacher Brauerei veräußert wurde. Die Marke “Scheidmantel” wird unter dem Label “Coburger Brauerei” weitergeführt.

Leider können wir uns nicht mehr an einem 175jährigem Jubiläum erfreuen, eine eigenständige Coburger Brauerei (Coburg Stadt) gibt es nicht mehr.

Blitzlicht: Richtfest vor 40 Jahren

Zentrale der HUK-COBURG am Bahnhofsplatz, Foto: S.Peter

Zentrale der HUK-COBURG am Bahnhofsplatz, Foto: S.Peter

Das heutige Blitzlicht handelt von einem Richtfest vor 40 Jahren, das großen Einfluß auf die Entwicklung Coburgs hatte. Genau am 20.06.1969 feierte die HUK-COBURG das Richtfest für den Neubau der Zentrale am Bahnhofsplatz. 850 Mitarbeiter waren im Gebäude vorgesehen mit der Option für 50 zusätzliche Plätze. Heute sind allein im Gebäudekomplex Bahnhofsstraße/Kreuzwehrstraße über 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Das Gebäude wurde zum 1.6.1970 bezogen und musste bereits 1977 Richtung Kreuzwehrstraße mit dem Abbruch des sog. Gagels Eck erweitert werden.

Die Zentrale der HUK-COBURG wurde an der Stelle des ehemaligen Hotels Excelisor errichtet, die Baugrube verhinderte im Dezember 1967 bei einem Hochwasser der Itz, Sulz und Lauter im Bahnhofsviertel schwerere Schäden.
Ein Bericht über das Hotel Excelsior folgt demnächst auf diesen Seiten …

Blitzlicht: Der Goldbergsee

Der Goldbergsee – in Coburg ein stark diskutiertes und lange herbeigesehntes Projekt. Nachdem nun endlich die Fertigstellung naht, beginnt bereits die Diskussion erneut um die künftige Nutzung für die Freizeitgestaltung bzw. die Ausführung. Von “gewisser Geruchsbildung” bis “Mücken- und Schnakentümpel”, von Seecafe bis Beachvolleyball, alles war und ist im Gespräch, siehe auch >>>NP.

Seit wann gibt es denn eigentlich die Debatte um den Goldbergsee ? Im April 1975 wurden Pläne für einen See am Goldberg zwischen Neues und Beiersdorf veröffentlicht. Der See sollte im Zuge des Ausbaus des B4 angelegt werden. Nachdem scheinbar die Pläne wieder im Papierstapel verschwunden waren, fordert OB Höhn 1982 nach einem starken Hochwasser im Januar erneut den Bau des Goldbergsees als Hochwasserschutz. Im Juni 1982 ist es endlich soweit: der Stadtrat beschließt das Planfeststellungsverfahren für den Goldbergsee. 1988 versucht der Regierungspräsident den Goldbergsee durch das Naturschutzgebiet Glender Wiesen zu verhindern. 1999 teilt der damalige bayer. Umweltminister Schnappauf mit, dass mit dem Bau des Goldbergsees im Jahr 2000 begonnen wird. Die Vorarbeiten beginnen 2003, offizieller Baubeginn ist 2006.

Was soll nach Coburgs Meinung am Goldbergsee passieren ?

Blitzlicht: von Kalten Röhren, Dachstühlen und Jubiläen

Aufgrund des sensationellen Karfreitag-Wetters (bei Coburg-Life waren es noch ca. 19 Grad um 19 Uhr) fällt das Blitzlicht vom 10. und 11.04. zusammen.

Ist Coburg etwa die Stadt der Dichter und Denker ? Vor 75 Jahren, genau am 10.4.1934 erfindet der Elektotechniker Alfred Knauf vom Coburger Rundfunkbüro in seiner Werkstatt in der Heiligkeuzstr. 2 die sogenannte “Kalte Röhre”. Der Betrieb von Rundfunkempfangsgeräten (Volksempfänger) wird durch die Verwendung erheblich verbessert.
Die Glimmröhre von Knauf wird auch in Messgeräten verwendet. Heute werden Glimmlampen beispielsweise in sogenannten Pol- oder Phasenpüfern verwendet.

Die Volkshochschule Coburg wurde am 11.4.1919 gegründet, d.h. heute feiert sie nach Adam Riese ihr 90-jähriges Jubiläum. Offiziell wurde die VHS allerdings erst am 20.Oktober 1919 ins Handelsregister eingetragen (Coburger Regierungsblatt vom 20.10.1919).
Trotzdem, egal zu welchem Datum: Herzlichen Glückwunsch !

Am 11.04.1924 brennt der Dachstuhl des Gasthauses “Bellevue”, Salzmarkt 5, im Volksmund auch “Rißlands” genannt. Über die heutigen Umbauaktivtäten berichtete Coburg-Life bereits >>> hier.

Blitzlicht: Minigolf ’64

Heute gibt es nur ein kurzes Blitzlicht:

Das schöne Wetter lädt zur Freizeitgestaltung im Freien ein. Was kann man so machen: Minigolf, genau ! Und wer kennt sie nicht in Coburg: die Minigolf-Anlage am Adamiberg, Hildburghäuser Straße. Seit wann gibt es die eigentlich und was war da früher ?

Im April 1964 ensteht in einem Teil des Jean-Paul-Gartens auf dem Adamiberg eine 2000 Quadratmeter große Minigolfanlage. Den restlichen Jean-Paul-Garten / Schnürsgarten kann man hier >>> bewundern.

Wer kann von seinen letzten Minigolf-Erfahrungen berichten?