Dr. Hans Berger

5. März 2010

Zweimal sollte ihm der Nobelpreis für Medizin verliehen werden. 1936 scheiterte es, weil die politischen Verhältnisse dagegen sprachen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es zu spät. Professor Dr. Hans Berger starb am 1. Juni 1941 in Jena, nachdem er sich in einem Anfall von Schwermut das Leben nahm. Das Lebenswerk des in Coburg aufgewachsenen Psychiaters, Neurologen und Hirnforschers wurde erst nach seinem Tod in Fachkreisen anerkannt.
Dr. Hans Berger, der seit 1897 an der psychiatrischen Klink der Universität Jena arbeitete, entdeckte in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts die bioelektrischen Hirnströme und entwickelte ein Gerät, um diese Energie messen zu können. Er selbst nannte seine Erfindung „Elektrencephalogramm“. Heute ist dieses Gerät unter der Abkürzung „EEG“ bekannt.

Wohnhaus Bergers im Steinweg (Foto: Christian Boseckert, 2008)

Geboren wurde Hans Berger am 21. Mai 1873 im Wohnhaus seines Großvaters, des Dichters und Orientalisten Friedrich Rückert in Neuses bei Coburg. Sein Vater, Dr. Paul Friedrich Berger war Direktor des Coburger Landkrankenhauses, welches ich zu jener Zeit im ehemaligen Landratsamt in der Allee befand. Wohl aus diesem Grund lebte die Familie Berger auch seit den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts im nahe gelegenen Hause Steinweg Nr. 32. Nach dem Abitur, das Berger im Jahre 1892 am Gymnasium Casimirianum ablegte, verließ er Coburg, um in Berlin, Kiel und Jena zu studieren.
Zunächst wendete er sich der junge Mann der Astronomie und der Mathematik zu, wechselte aber bald zur Medizin über. 1897 begann Hans Berger als Assistent an der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Jena. Sein zuständiger Oberarzt zu jener Zeit war der bekannte Nervenarzt und Philosoph Theodor Ziehen. 1901 habilitierte er sich mit einer Arbeit „Zur Lehre von der Blutzirkulation in der Schädelhöhle des Menschen, namentlich unter dem Einfluß von Medikamenten.“ Danach blieb Berger an dem Krankenhaus in Jena. Er rückte im Jahre 1912 zum Oberarzt und 1919 zum Direktor der Psychiatrischen Klinik und ordentlichen Professor auf. 1927/28 bekleidete er das Amt des Rektors der Jenaer Universität. Seine Rektoratsrede über die Lokalisation im Großhirn stellte eine Art wissenschaftliches Glaubensbekenntnis dar. Das Hauptaugenmerk des Mediziners galt allerdings der neurologischen Forschung.
Bereits 1902 begann er mit Experimenten an der Hirnrinde von Hunden und Katzen. Dabei suchte er immer nach Wegen, die Beziehung zwischen Körper und Seele durch physikalischen Methoden zu objektivieren. 1924 gelang es Berger nach zahlreichen Vorversuchen bei einem jungen Mann, dem ein Teil der Schädeldecke entfernt worden war, ständige elektrische Potentialschwankungen zu messen. Die Weiterentwicklung der Berger’schen Apparatur, die er selbst „Elektrencephalogramm“ nannte, erlaubte es bald, nicht nur an Schädellücken die Energiefelder des Gehirns aufzuspüren. 1927 war das Gerät in der Lage, am unversehrten Schädel und sogar an der Kopfhaut Aufzeichnungen der Hirnströme vorzunehmen.

Nach seinem Erfolg experimentierte Berger unermüdlich weiter, hatte Zweifel, begann wieder von neuem. Erst im Jahre 1929 publizierte er seine Entdeckung. Seine Arbeit trug den Titel „Über das Elektrenkephalogramm des Menschen“. Seine bahnbrechende Entdeckung fand viele Jahre keine Anwendung. Erst im Jahre 1934 stieß der englische Neurophysiologe Edgar Douglas Adrian auf die Arbeiten Bergers und erkannte die Tragweite der Entdeckung. Er gab dem Alpha-Grundrhythmus der hirnelektrischer Tätigkeit den Namen Berger-Rhythmus.

Gedenktafel auf der Rückseite des Wohnhauses Richtung ASCO (Foto: Christian Boseckert)

Heute ist das EEG eine unentbehrliche Hilfe bei der Diagnose von Anfallserkrankungen und zur Lokalisierung von Tumoren. Im Jahre 1938 wurde Hans Berger emeritiert. Nach Ausbruch des 2.Weltkrieges übertrug man ihm 1939 nochmals die Klinik in kommissarischer Leitung. Drei Jahre später starb er im Alter von 68 Jahren in Jena. Ihm zu Ehren enthüllte man während des 11. Deutschen Ärztetages im Jahre 1958 an seinem ehemaligen Coburger Wohnhaus im Steinweg Nr. 32 eine Gedenktafel. Bei der feierlichen Weihe war auch Hans Bergers Witwe anwesend. Sieben Jahre später benannte die Stadt Coburg eine Straße am Ketschendorfer Hang nach dem bedeutenden Mediziner. So ist der Name Dr. Hans Berger in der Vestestadt bis heute unvergessen geblieben.

Text:
Christian Boseckert

Bildquellen:
Bild 1: Dr. Hans Berger (Sammlung HG Coburg)
Bild 2: Wohnhaus Bergers im Steinweg (Foto: Christian Boseckert, 2008)
Bild 3: Gedenktafel auf der Rückseite des Wohnhauses Richtung ASCO (Foto: Christian Boseckert)

Stefan Damals, Persönlichkeiten , , , , ,

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Baubude und Baustellenblog

4. März 2010

Baubude - Foto: S.Peter

Eigentlich wollte ich mir ja die Baubude von innen ansehen. Leider waren mir die Öffnungszeiten entfallen und so stand ich vor verschlossenen Türen. Ein Blick durchs Fenster brachte auch nicht die Erleuchtung.

Aber es kann trozdem nachträglich Abhilfe geschaffen werden, und zwar in Form des >>>Baustellenblogs, welches vom Stadtmarketing eingerichtet wurde. Einen Bericht mit Fotos über die Baubude gibt es >>> hier <<< und sogar bewegte Bilder von iTV-Coburg sind >>> hier <<< zu finden. Viel Spaß beim Durchsehen. Viel besser hätte ich es auch nicht machen können. ;)

Das Baustellenblog soll zudem als Informations- und Diskussionplattform für alles rund um das Bauvorhaben Ketschenvorstadt dienen. Na dann mal ran an die Tasten…

Stefan Aktuell, Stadtgespräch , , , ,

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Podcast zum Zusehen!

3. März 2010

Der Beitrag über Meikys-Podcast bei iTV-Coburg

Wer wollte nicht schon immer mal sehen, wie und warum Podcasts gemacht werden. Wie? Was ein Podcast ist? Naja, um mit Meikys Worten zu sprechen: “Podcast ist wie Radio – nur offline.
Also, zurück zum Zusehen – ja, das geht. Naja, zumindest in einem kurzen Beitrag bei iTV-Coburg. Ein Aufnahmeteam war bei Meiky und hat dort einen sehr schönen Beitrag gedreht, der >>> hier <<< angesehen werden kann (und über einen Kommentar freuen sich Meiky und iTV!).

Die Region hat doch sehr viel zu bieten. Hier der direkte Link zum Podcast von Meiky >>> Meikys-Podcast <<<. Viel Spaß!

Stefan Aktuell, Stadtgespräch , , ,

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Es liegt was in der Luft…

2. März 2010


Alle Mac-User aufgepasst: heute nacht ist es wieder soweit: MacHeist schnürt wieder ein Tool/Spiele Paket, als Vorgeschmack gibt es erstmal das Komprimierungstool Squeeze für umsonst (anstatt $9.95). Squeeze schafft Platz im Dateisystem und komprimiert Daten automatisch.

Welche Programme und Tools diesmal von MacHeist angeboten werden und was kostet das ganze? Nun, heute nacht sind wir schlauer, Programm-Logos auf den “Kisten” lassen einige Spekulationen zu. Zu Weihnachten gab es einige Programme sogar für lau.

Hier der Link zum Bundle-Experten MacHeist: >>> MacHeist

UPDATE:
Seit heute nacht ist der Inhalt des nanoBundles bekannt:
für $ 19.95 gibt es folgende Programme:

MacJournal, RipIt,  Clips, CoverScout, Flow, Tales of Moneky Island und RapidWeaver

Dabei gehen 25% des Kaufpreises an eine Wohltätigkeitsorganisation der Wahl.

Stefan Apfelsaft , , ,

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Wie krank muss man sein….

2. März 2010

Wie pervers ist eigentlich unsere Welt geworden? Gerade musste ich lesen, dass Bernd, ein Blogger aus Würzburg mit dem Blog Rosenblut, eine perfide Morddrohung per Telefon erhalten hat. Näheres könnt ihr >>> hier <<< nachlesen. Vielleicht kann jemand sachdienliche Hinweise geben und erkennt die Stimme wieder, denn es erfolgte Strafanzeige bei der Polizei, und das zu Recht. Irgendwo muss Schluss sein und Morddrohungen sind kein Spaß!
Man findet auch die Aufnahme des Anrufs dort, das ganze hört sich sehr, sehr krank an. Bleibt zu hoffen, dass es sich um einen sehr geschmacklosen Scherz handelt, der Text scheint ein Zitat aus dem Film TESIS zu sein.

Stefan Aktuell , ,

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