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Artikel Tagged ‘Hofgarten’

Ski und Rodel gut!

2. Februar 2010

Rodelspaß am Schloß Callenberg

Nachdem dieses Jahr definitv die Goldmarie und nicht die Pechmarie bei Frau Holle gastiert, sind die Rodelverhältnisse in Coburg so gut, dass man für den Schlittenspaß nicht nach Thüringen ausweichen muss. Die bekannten Pisten im Hofgarten oder bei Schloß Callenberg sind (nachdem der Neuschnee “niedergemacht” wurde) prima befahrbar, die Snowboarder im Hofgarten, die die Vesteblick-Kollegen sahen (>>> hier geht’s lang), können wir bestätigen.

Rodeln im Hofgarten (kleiner Veilchengarten Richtung Probstgrund)

Übrigens, früher gab es bereits Skifahrer im Hofgarten. Die offiziellen Coburger Stadtmeisterschaften wurden im großen Veilchental ausgerichtet. Wer genau sucht, kann oben am Ende des Hofgartens noch die Markierungen (Grüne und Rote Piste) finden. Bekannt war / ist auch die Todesbahn im Veilchengarten. Aber auch eine Sprungschanze gab es (keine Schneeaufschüttung, sondern eine Holzkonstruktion) – allerdings auf der anderen Seite des Festungsbergs Richtung Gustav-Freytag-Weg. Hier waren wohl wahnsinnige Weiten von ca. 20m möglich.

Scherzpostkarte von 1900, Quelle: Sammlung Christian Boseckert

Zum Thema “Skifahren in Coburg” wurde sogar 1900 eine Scherzpostkarte herausgegeben, die den Hofgarten als Gletschergebiet zeigt.

Wo rodeln die Coburger denn sonst noch in Coburg?

Stefan Aktuell, Stadtgespräch , , , , , ,

Die Ursprünge des Hofgartens

8. Januar 2010
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kleiner Rosengarten, Foto: © S.Peter

kleiner Rosengarten, Foto: © S.Peter

Mit Recht sind die Coburger stolz auf ihren Hofgarten, ist er doch eine Zierde und ein Erholungsgebiet, wie wir sie nicht oft in Deutschland finden. Über dessen Geschichte, ist dem normalen Coburger jedoch wenig bekannt. Die Ursprünge des Hofgartens gehen auf das Ende des 17. Jahrhunderts zurück, als 1680 mit dem Einzug des Herzogs Albrecht III. Coburg wieder zu einer Residenzstadt wurde. Albrecht III. war sehr daran gelegen Coburg zu einer Residenzstadt auszubauen, der aber zu Anfang ein fürstlicher Park, wie viele andere deutschen Kleinstaaten ihn schon hatten, fehlte. Deshalb beauftragte der Herzog den Architekten Justinus Bieler aus Saalfeld einen Hofgarten zu schaffen, denn die vorhandene Grünanlage beim Ballhaus am Schlossplatz (heute stehen dort die Arkaden), reichte den repräsentativen Ansprüchen eines Fürsten in der Barockzeit nicht mehr aus.
Bieler hatte bereits Erfahrung mit Parkanlagen gesammelt, da er schon vorher bereits einige kleine Fürstenhöfe in Thüringen verschönert hatte. Nun ging er mit vollem Elan an die neue Aufgabe heran, sodass bereits 1680 der Plan zur Anlegung eines Hofgartens entstanden ist. Die Urzelle des Coburger Hofgartens war der Probstacker, der sich bereits im herzoglichen Besitz befand und sich im Süden von der Leopoldstraße bis hinauf zum heutigen Herzog-Alfred-Brunnen erstreckte. Sein Name leitete sich von der, einst hinter der Moritzkirche befindlichen Propstei des Benediktinerklosters Saalfeld ab, die auch Eigentümerin des nahe gelegenen Probstgrundes war. Nach der Reformation ging in Coburg der kirchliche Besitz in landesherrliches bzw. städtisches Eigentum über. Das ganze Gebiet des Ur-Hofgartens teilte Bieler dem Zeitgeschmack entsprechend rechtwinklig und im Stil eines italienischen Hanggartens terrassenförmig ein.

Die beiden Pavillions bildeten den nördlichen Abschluss des alten Hofgartens, Foto: © S.Peter

Die beiden Pavillions bildeten den nördlichen Abschluss des alten Hofgartens, Foto: © S.Peter

Der Park sollte sportlichen, ästhetischen und praktischen Zwecken dienen, so legte er im nördlichsten Teil auf Höhe des jetzigen Herzog-Alfred-Brunnens und ein Stück davor den „oberen Baumgarten“ an, in dem Bieler auch zwei Pavillons vorsah, die aber erst 1754 gebaut und als „Lustbäulein und Theehäuser“ Verwendung fanden. Davor lag der dreigeteilte Park, indem von oben nach unten sich die „Schieß- und Exerzierplätze“ und dann weiter nach Süden sich ein breites Mittelfeld anschloss, welches als „Lust- und Blumenquartier“ bezeichnet wurde. Dieser Teil war von Parallelwegen und einem Mittelweg durchzogen, der am Ende von einem „herrschaftlichen Lustgebäude“, welches sich ungefähr auf Höhe der heutigen Zinnenmauer befand, abgeschlossen war. Links und rechts von diesem Gebäude rundeten vermutlich Pavillons das Gesamtkunstwerk ab. Der Mittelweg stand allerdings nicht im Bezug zum Zugang, denn dieser erfolgte über einen von Südwesten heranführenden Weg, der seitlich zur linken Baumallee führte oder zunächst parallel zur südlichen Gartenmauer, dann in der Hauptachse abknickend zum „Lustgebäude“. Dieser Verlauf entspricht dem heutigen breiten Weg an der Reithalle vorbei in Richtung Kleiner Rosengarten und Großem Kinderspielplatz. An das Mittelfeld grenzten rechts und links quadratische Felder an, die der „Heranzucht von Küchengewächsen“ und als Blumenbeete dienten. An den beiden äußersten Seiten befanden sich zwei einreihige Baumalleen, die den Park nach Westen und Osten begrenzten.

Das heutige Hofgärtnerhaus bildete das südliche Ende des ursprünglichen Hofgartens, Foto: © S.Peter

Das heutige Hofgärtnerhaus bildete das südliche Ende des ursprünglichen Hofgartens, Foto: © S.Peter

Der heutige Kleine Rosengarten war der südlichste Teil dieses Hofgartens, welcher in vier Grünflächen aufgeteilt war. Dort grenzte das Hofgärtnerhaus, welches heute noch in etwas veränderter Form steht, den Park nach Süden ab. Ein weiteres Relikt aus dieser Zeit ist der “Lustbrunnen”, welcher an der Zinnenmauer des Kleinen Rosengartens angelehnt ist. Er bot wahrscheinlich der Hofgesellschaft Herzog Albrechts III. beim Lustwandeln einen erfrischenden Trunk an. Begrenzt wurde dieser von einer zwei Meter hohen Mauer, deren Reste heute noch u.a. bei den Grundstücken Park 3 und 3a, sowie beim Hofgärtnerhaus noch zu sehen sind. Das bedeutete, dass nur die herzogliche Familie Zutritt zum Park hatte und das gemeine Volk außen vor blieb.Diese Mauer wurde bei der Erweiterung des Hofgartens von 1856/57 zum größten Teil entfernt, als man daran ging den Hofgarten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wann nun der Hofgarten genau angelegt wurde ist allerdings nicht aus den Akten ersichtlich, lediglich erwähnen diese, dass die für den Bau notwendigen Abmessungen im März 1682 stattfanden. Von den Bäumen der ersten Zeit waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch einige Exemplare vorhanden. Auf einer alten Abbildung kann man erkennen, dass sie im Schnitt gehalten wurden, dass also die erste Anlage im Rokokostil ausgeführt wurde. Leider haben sich aus der Zeit danach nur wenige Belege und Akten über das Aussehen und den Geschehnissen im und um den Hofgarten herum erhalten. Dies änderte sich erst als 1816/17 Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld für seine Eltern das Hofgartenmausoleum errichten ließ. Doch das ist eine andere Geschichte.

Text: Christian Boseckert (mit freundlicher Genehmigung)

Weitere Bilder zum Hofgarten gibt es in den herbstlichen Impressionen >>> hier <<<.

Stefan Aktuell, Damals, Geschichte , ,

Herbstimpressionen aus dem Hofgarten

17. Oktober 2009
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Die Wächter im Hofgarten, Foto © S.Peter

Die Wächter im Hofgarten, Foto © S.Peter

Vor ein paar Tagen, als das Wetter noch eher früh-herbstlich denn nass-kalt war, habe ich die versucht, die herbstliche Stimmung im Hofgarten einzufangen. Hier sind nun ein paar Eindrücke. Viel Spaß!

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